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14. August 2016
Verleihung des 16. Robert-Walser-Preises
Die Stiftung-Robert-Walser Biel lädt Sie herzlich ein zur Verleihung des 16. Robert-Walser-Preises der Stadt Biel und das Kantons Bern. Sie findet am 24. September 2016 um 18 Uhr in der Stadtbibliothek Biel statt.

Teilnehmen werden neben der Preisträgerin Elisa Shua Dusapin, die für ihren Erstlingsroman "Hiver à Sokcho" (Editions Zoé) ausgezeichnet wird:
Cédric Némitz, Gemeinderat der Stadt Biel
Daniel Rothenbühler, Jury-Präsident und Laudator
Samuel Moser, Präsident der Stiftung-Robert-Walser Biel
Camille Chappuis (Soprano) und Roger Duc (Klavier)
Im Anschluss wird ein Apero serviert.

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8. Juni 2016
Robert-Walser-Preis Biel 2016
Der 16. Robert-Walser-Preis der Stadt Biel und des Kantons Bern geht an Elisa Shua Dusapin für ihr Buch "Hiver à Sokcho" (Editions Zoë 2016). Elisa Shua Dusapin lebt bei Porrentruy (CH). Sie ist väterlicherseits französischer und mütterlicherseits südkoreanischer Abstammung. Elisa Shua Dusapin hat das Schweizer Literaturinstitut in Biel absolviert.

Begründung der Jury: In einem einfachen und einprägsamen Stil versetzt uns der Text in den Winter eines verlassenen Badeortes in Südkorea. Die Erzählerin, Tochter einer koreanischen Mutter und eines französischen Vaters, arbeitet in einer bescheidenen Pension, in der Kerrand, eine französischer Comic-Autor absteigt. Die beiden einsamen Menschen beobachten, begegnen, suchen und verfehlen einander. Eine verdeckte Leidenschaft liegt ihren verpassten Begegnungen und ihren knapp gefassten Dialogen zugrunde und schafft die andauernde Spannung der Geschichte. Die Autorin erzählt sie uns in Zwischentönen und schafft es, mit wenigen Strichen Atmosphären von grosser Intensität hervorzurufen. Sie lässt uns Orte voller Melancholie sehen und spüren, so dass wir bei der Lektüre das erfahren, was die Erzählerin über das geteilte Korea sagt : « es ist wie ein Seil, das zwischen zwei Felsen ausfranst, wir gehen auf ihm wie Seiltänzer und wissen nicht, wann es zerreisst, wir leben in einem Dazwischen.» Hiver à Sokcho ist ein kleines Meisterwerk, das durch die suggestive Kraft seiner nüchternen Schreibweise überzeugt.

Unter dem Präsidium von Daniel Rothenbühler (Lausanne) setzte sich die Jury dieses Jahr aus Pascale Kramer (Paris), Aline Delacrétaz (Genf) und Patrick Amstutz (Biel) zusammen.

Der Preis ist mit SFr 20'000 dotiert und wird alle zwei Jahre an ein deutsch- oder französischsprachiges Erstlingswerk in Prosa verliehen. Die Preisverleihung wird am 24. September 2016 um 18 Uhr in der Stadtbibliothek Biel stattfinden.

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Copyright Zoé, photo: Yvonne Böhler

14. Mai 2015
16. Robert-Walser-Preis
Der 16. Robert-Walser-Preis wird im April 2016 wiederum an eine-n französischsprachige-n Autor-in verliehen.
Haben Sie in Ihrem Verlag 2015 einen neuen Autor, eine neue Autorin in französischer Sprache publiziert? Haben Sie ein Manuskript, das im Frühjahr 2016 bei Ihnen in französischer Sprache erscheinen wird? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Der Robert-Walser-Preis ist dotiert mit CHF 20'000 und wird alle zwei Jahre abwechselnd in deutscher und französischer Sprache verliehen für einen literarischen Prosa-Erstling.

25. August 2014
Verleihung des 15. Robert-Walser-Preises
Die Stiftung-Robert-Walser Biel lädt Sie herzlich ein zur Verleihung des 15. Robert-Walser-Preises der Stadt Biel und das Kantons Bern. Sie findet am 18. Oktober 2014 um 19 Uhr im Stadttheater Biel statt.

Teilnehmen werden neben dem Preisträger Roman Ehrlich aus Berlin, der für seinen Erstlingsroman "Das kalte Jahr" (DuMont Verlag) ausgezeichnet wird:
Cédric Némitz, Gemeinderat der Stadt Biel
Brita Steinwendter, Jury-Mitglied und Laudatorin
Samuel Moser, Präsident der Stiftung-Robert-Walser Biel
Hans-Jürg Rickenbacher, Tenor, und Nadia Carboni (Klavier)
Im Anschluss wird ein Apero serviert.
Die Feier findet auch im Rahmen des Programms der Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft statt, die vom 17.-19.Oktober 2014 in Biel abgehalten wird.

8. Februar 2014
Robert-Walser-Preis Biel 2014
Der 15. Robert-Walser-Preis der Stadt Biel und des Kantons Bern geht an Roman Ehrlich für sein Buch «Das kalte Jahr» (Dumont 2013).
Roman Ehrlich, geboren 1983, lebt in Berlin.

Begründung der Jury:
Roman Ehrlichs Roman Das kalte Jahr besticht durch die Dichte der sprachlichen Bilder und den Schwebezustand des Erzählten. Eine Geschichte, die Sehnsucht in fragilen Bildern umschreibt und präzisiert. Ein junger Mann kehrt in sein vermeintliches Elternhaus zurück, findet jedoch ein unbekanntes Kind vor, das ihm öffnet, den ganzen Roman hindurch ein Rätsel bleibt und dem er sich über das Erzählen historischer Begebenheiten zu nähern versucht. Es gelingt ihm jedoch nur in Ansätzen, denn Kälte greift sich Menschen, Landschaft und Vergangenheit. Über den ganzen Roman hin bleibt eine mögliche Annäherung ein niemals ausgesprochener Wunsch. Alles treibt wie die Gezeiten des Meeres, an dessen Ufer das Geschehen spielt, in das Ungreifbare. Variiert wird eine Stimmung von Angst, Bedrohung und dem Verlieren aller Sicherheiten. Roman Ehrlichs Sprache ist geprägt von grosser Genauigkeit, Bildkraft und einer staunenswerten Geduld, die die Dinge sich entwickeln und im Leeren versickern lässt. Der Roman ist eine Absage an Formeln und Festlegungen und er öffnet einen Raum, in dem vielfältige Deutungen möglich werden.

Die Jury bildeten unter dem Vorsitz von Stefan Humbel (Bern), Monique Schwitter (Hamburg), Brita Steinwendter (Salzburg), François Bon (Paris) und Rolf Hermann (Biel). Der Preis ist mit SFr 20'000.- dotiert und wird alle zwei Jahre an ein deutsch- oder französischsprachiges Erstlingswerk in Prosa verliehen.

Die Verleihung findet am 18. Oktober 2014 in Biel statt.

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